Was macht der Hashomer Hatzair?
Jeden Samstag treffen wir uns um 15:00 Uhr im „Ken“ (Nest) und verbringen
den Nachmittag miteinander.
Von 15°°-17°° haben wir meistens Peulot (Akitvitätsstunden), in denen die
Madrichim (Gruppenleiter) mit den Chanichim (Schützlingen/Kinder) in ihrer
Kwutza (Altersgruppe) verschiedene Themen diskutieren, Projekte planen und
ausführen oder einfach nur gemeinsam spielen und rumhängen. In diesen Peulot
werden unter Anderem sehr oft die heutige Situation Israels diskutiert, ihre
Geschichte oder die des Shomers behandelt, unsere Ideologie weitergegeben
und auch andere aktuelle Themen durchgenommen.
Von 17°°-19°° finden meistens Aktivitäten mit allen Mitgliedern der
Organisation zusammen statt, wie zum Beispiel israelische Tänze und Lieder
lernen, bei gutem Wetter Sport im Freien oder andere Chugim (Workshops). Oft
gibt es auch ein Abendprogramm, das von den Bogrim
(Leitergruppe) organisiert wird und meist mit einem Theaterstück beginnt und
von einem lustigen Spiel gefolgt wird - hier lassen die Organisatoren ihrer
Fantasie freien Lauf: von „Millionenshow“ über Rätselralleys in der
Innenstadt, Stationenbetriebe und Wettbewerbe bis zu Theaterstücken und
Simulationsspielen sorgen wir jede Woche für Abwechslung, Spannung und Spaß!
Zu Pfingsten, in der ersten Sommerferienwoche, im Herbst (Oktober/November)
und in den Winterferien im Dezember organisieren wir „Tijulim“
(Ausflüge) und „Machanot“ (Winter-/Sommerlager), die zwischen 3 und 10 Tagen
dauern und immer die absoluten Höhepunkte des Jahres sind.
Warum Shomer?
Beinahe ein Jahrhundert gibt es den Shomer schon – somit ist er älter als alle Menschen, die wir kennen, als Demokratie in Österreich, als Israel, und als alle anderen jüdischen Jugendorganisationen in Österreich. In seinem langen Leben hat der Shomer viele Veränderungen durchgemacht, Schicksalsschläge ertragen, Generationen von Chanichim erlebt – und hat sich dabei stetig weiterentwickelt. Unsere Bewegung ist im hohen Alter kein bisschen träge und angepasst geworden – im Gegenteil: Wir sind noch immer anders als die Anderen – und das ist gut so!
Was uns besonders macht – und warum du mitmachen solltest!
- Der Shomer ist eine Bewegung – rund um den Globus: In 17 Ländern gibt es schon Kenim und ständig werden es mehr! So treffen sich z.B. in Italien Shomrim in vier Städten (Rom, Mailand, Florenz, Turin)! Wir Wiener Chanichim haben Freunde in Argentinien, Australien, Belgien, Bulgarien, Brasilien, Chile, Frankreich, Italien, Israel, Mexiko, der Schweiz, der Ukraine, Ungarn, Uruguay, Venezuela, USA, Kanada und Weißrussland.
Auf internationalen Seminaren lernen wir uns kennen, tauschen uns aus und bleiben ein Leben lang in Kontakt.
- Der Shomer ist eine Bewegung – die nicht stehen bleibt: Unsere Ideologie ist uns sehr wichtig. Deshalb wollen wir, dass diese stets der Zeit und den Menschen entspricht. Unsere ideologischen Grundwerte müssen sich im ständigen Diskussionsprozess beweisen und Veraltetes wird sorgfältig modernisiert. Auch unsere Traditionen, auf die wir sehr großen Wert legen, machen Sinn und entsprechen unseren heutigen Ansprüchen.
- Der Shomer ist eine Familie – für alle: Wer sich mit den Werten des Shomers identifiziert und sich bei uns wohl fühlt, gehört zu uns.
Wir sprechen viele Sprachen, doch im Shomer verstehen wir uns.
Wir sind verschieden erzogen, doch im Shomer lernen wir das Gleiche.
Wir haben unterschiedliche Meinungen, doch im Shomer können wir diskutieren.
- Der Shomer ist eine Familie – für immer: Die meisten Shomrim bleiben ein Leben lang enge Freunde. Unsere Aktivitäten schweißen die unterschiedlichsten Menschen zusammen. Wir entdecken Gemeinsamkeiten aneinander, die wir sonst nie gefunden hätten. Wir haben beinahe rund um die Uhr Spaß miteinander. Wir respektieren einander und legen großen Wert darauf, den Frieden in unserer Gemeinschaft zu bewahren.
- Der Shomer lernt – und lehrt: Nachdenken, diskutieren, sich eine Meinung bilden, Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen, handeln, verbessern, offen, tolerant und kritisch sein, Gegebenes hinterfragen, Ungerechtigkeiten aufzeigen, sich wehren, seine Meinung sagen, anderen helfen, Rückgrat zeigen, ein Shomernik sein.
Wir lernen voneinander, was es heißt, ein Mensch zu sein, auf den man zählen kann. Ein fundiertes Grundwissen über alte wie neue Themen gehört ebenso dazu wie das Anregen zum selbstständigen Weiterdenken: Von Judentum über Shomer-Ideologie und Geschichte Israels bis zu aktuellen politischen Ereignissen und neuesten Erfindungen reichen unsere Themenblöcke.